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Ein Anfang ist gemacht

14. März 2010

Na also, geht doch! Seit gut zwei Jahren fordern die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die TRANSNET die Deutsche Bahn immer wieder auf, mehr für die Sicherheit der Mitarbeiter und der Reisenden zu tun. Bislang hat das Unternehmen stets behauptet, es sei alles in Butter. Nun endlich die Kehrtwende. Die Zahl der Sicherheitskräfte wird um 150 Personen aufgestockt. Das mühsame Bohren dicker Bretter hat sich also gelohnt; ein Anfang ist gemacht.

Schade finde ich allerdings, dass in der Berichterstattung verschwiegen wird, wer hierzu den eigentlichen Anstoß gegeben hat. Das waren die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die TRANSNET mit ihrer bundesweiten Befragung von Zugbegleitern und Mitarbeitern im Verkehrsbereich. Weil die im Ergebnis immer öfter darüber klagen, dass Fahrgäste aggressiv reagieren, kam die Forderung nach mehr Sicherheit auf.

Auch dass die Bahn verstärkt so genannte De-Eskalations-Seminare anbietet, ist der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der TRANSNET zu verdanken. Das finde ich toll. Für die Kolleginnen und Kollegen ist es sicher ganz wichtig zu erfahren, wie man sich in Konfliktsituationen richtig verhält. Soweit ich weiß, kann jeder Mitarbeiter, der Kundenkontakt hat, so ein Seminar einfordern. Im Zweifel, einfach mal den Betriebsrat fragen. Der müsste das wissen.

Damit allein ist es aber noch nicht getan. Ich finde es ein Unding, dass die Länder bei Ausschreibungen im Regionalverkehr den Aspekt Sicherheit einfach ausblenden. Der ist ihnen nämlich zu teuer! Wer aber Mitarbeiter und Reisende wirksam vor möglichen Übergriffen schützen will, muss dafür sorgen, dass ausreichend Personal auf den Zügen mitfährt. Dafür setzen sich GDBA und TRANSNET mit Nachdruck ein.

Ich fürchte, bis hier ein greifbares Ergebnis vorliegt, wird wieder eine kleine Ewigkeit vergehen. Immerhin, die beiden Gewerkschaften tun was. Das allein finde ich klasse. Auch wenn das Geschäft mühsam ist. Letztlich zählt der Erfolg. So wie bei den 150 zusätzlichen Sicherheitskräften.

Diesen Beitrag kommentieren? E-Mail an: karwudtke@gdba.de

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