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Warum diese Stänkereien?

16. März 2010

Mit ihren Stänkereien aus Prinzip dürften sich meine „Freunde“ von der GDL ein klassisches Eigentor geschossen haben.

Dazu, dass den Eisenbahnern nun doch eine Erfolgsbeteiligung gezahlt wird, hat die Lokführergewerkschaft ganz offensichtlich nichts beigetragen. Trotzdem versucht sie den Eindruck zu erwecken, sie hätten aktiv die Finger im Klavier gehabt.

Und so begrüßen die Lokführer auf ihrer Homepage denn auch staatstragend die entsprechende Entscheidung des Bahnvorstandes. Klar, was sollten sie auch anderes tun? Etwa die Zahlung der Erfolgsbeteiligung ablehnen? Wohl kaum.

Ich habe nicht erwartet, dass sie der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der TRANSNET dazu gratulieren, für jeden Eisenbahner, der unter den MaBeTV fällt, 300 Euro zusätzlich rausgeholt zu haben. Warum aber müssen sie nun schon wieder rumstänkern?

Ein Tag Urlaub mehr, sei viel zu wenig gewesen, angesichts der hohen Belastungen, denen die Kolleginnen und Kollegen ausgesetzt gewesen waren, monieren die Lokführer. Den hatten GDBA und TRANSNET gefordert – aber nicht als Erfolgsbeteiligung, wie die GDL glauben machen will, sondern zusätzlich: als Anerkennung dafür, dass der Bahnbetrieb zu Beginn des Jahres trotz fehlender Züge, massiver winterlicher Beeinträchtigungen  und zahlreicher technischer Defekte aufrechterhalten wurde.

Ich lehne mich jetzt mal ganz entspannt zurück: Die 300 Euro haben wir schon im Sack. Wenn GDBA und TRANSNET ihren Job ordentlich machen, werden die auch noch einen zusätzlichen Urlaubstag rausholen. Ich bin gespannt, was dann auf der Homepage der Lokführer stehen wird. Hört sich nach Eigentor an, oder?

Mir macht dieser Kleinkrieg gleichwohl eines ganz deutlich: Alles wäre viel einfacher, wenn die Gewerkschaften zusammen- und nicht gegeneinander arbeiten würden. Mehr Geld und die nötige Anerkennung für herausragende Leistungen zu erreichen, ist doch das Ziel einer jeden Arbeitnehmervertretung.

Ich finde es schade, dass Gemeinsamkeiten nicht gemeinsam vertreten werden.

Diesen Beitrag kommentieren? E-Mail an: karwudtke@gdba.de

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Karwudtke ist da

1. März 2010

Angenehm: Karwudtke!

Ich bin Gewerkschafter. Einer, der sich seinen Teil nicht nur denkt, sondern laut sagt – und jetzt auch aufschreibt. Hier auf „Karwudtke schreibt …“

Das Thema Verkehr interessiert mich, vor allem die Eisenbahn. Und natürlich interessieren mich die Gewerkschaften. Die ganz besonders.

Deren Funktionäre ziehen seit Wochen durch die Lande und machen Betriebsbesuche oder halten Basisdialoge ab. Ich will nicht hoffen, dass diese „Nähe zum Volk“ was mit den bevorstehenden Wahlen zu tun hat. Die Vertreter von GDBA und TRANSNET meinen es hoffentlich ernst, wenn die sich jetzt der Sorgen ihrer Mitglieder erinnern. Die haben wohl gemerkt, dass sie manchmal ein wenig abgehoben waren. Und haben angekündigt, im nächsten Jahr wieder durch die Republik ziehen zu wollen. Ich werde sie da beim Wort nehmen!

Mehr miteinander als übereinander sprechen, das finde ich gut. Wir im Kollegenkreis, wir kennen ja die Probleme und auch deren Lösungen. „Man müsste mal“, heißt es dann oft.

Entschuldigung: Wer ist denn dieser „man“? Jeder erzählt, aber keiner macht was. Das ärgert mich. Wir müssen selber was tun, wenn sich was ändern soll.

Ich will mich einmischen. Mir nicht nur meinen Teil denken, sondern aktiv werden. Meine Meinung sagen, laut und vernehmlich. Die schreibe ich hier auf, wann immer ich es für nötig halte. Wer Spaß daran hat, der kann sie hier lesen. Und wer Lust hat, kann mir auch schreiben. Meine E-Mail-Adressse ist karwudtke@gdba.de – ich antworte bestimmt.