„Schlimmer als die Wahl in der früheren DDR“

Dass es nicht einfach sein wird, aus zwei Gewerkschaften eine zu machen, ist klar. Während die oberste Führungsspitze immer wieder betont, gleichberechtigt und auf Augenhöhe handeln zu wollen, sieht die Basis das manchmal ganz anders. Da wollen persönliche Eitelkeiten befriedigt werden; manchmal geht es wohl auch nur darum, die noch vorhandene Macht demonstrieren zu wollen.

Wo ginge das besser als bei den Betriebsratswahlen? Einige Kollegen scheinen noch nicht ganz verstanden zu haben, dass die viel beschworene Zusammenarbeit nicht mit der Einreichung einer gemeinsamen Liste endet. Auch im Ergebnis wollen sich alle Beteiligten wiederfinden. In Köln ist das jetzt gründlich in die Hose gegangen, wie die nachfolgende Mail zeigt, die an Karwudtke geschrieben wurde – und die selbstverständlich veröffentlicht wird:

„Die Betriebsratswahl bei DB Netz in Köln ist doch schlimmer als die Wahl in der früheren DDR. Nicht die Mitglieder einer Gewerkschaft (hier GDBA)sondern ein einzelner Kollege des bisherigen Betriebsrates bestimmt ohne Rücksprache mit den Ortsvorsitzenden einen Kandidaten seines Wohles.

Leute die sonst das ganze Jahr die Arbeit leisten in den Ortsgruppen werden gar nicht berücksichtigt, sie könnten ja eine eigene Meinung haben. Nach fast 34-jähriger Zugehörigkeit bei der GDBA und dadurch vielen dienstliche Nachteile durch die Funktionäre der Transnet, habe ich mit schweren Herzen meine Mitgliedschaft in der GDBA gekündigt.

Vielen Dank dem Totengräber der GDBA Herrn Hommel.“

Ich hoffe, dass das ein Einzelfall ist, der sich noch geraderücken lässt.

Nachtrag: Scheinbar doch kein Einzelfall, wie eine weitere Zuschrift zeigt, die unter „Leserkommentare: Reaktionen auf Karwudtke“ veröffentlich ist (rechte Spalte, ganz unten). Stichwort: „Nur Sieger bei den Betriebsratswahlen“. Oder diesem Link folgen.

Diesen Beitrag kommentieren? E-Mail an: karwudtke@gdba.de

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