Nur Sieger bei den Betriebsratswahlen
Das Ergebnis der Betriebsratswahlen liegt vor – und es gibt wieder einmal nur Gewinner. Wie sollte es auch anders sein? TRANSNET und GDBA rühmen sich, ihre Mehrheiten im Wesentlichen verteidigt zu haben; die GDL hingegen ist stolz darauf, in einigen Wahlbetrieben ihre Stimmenzahl deutlich erhöht zu haben. Recht haben beide – irgendwie.
2392 von 3001 Mandaten erringen zu können, das ist für TRANSNET und GDBA sicher ein Erfolg. Die Quote liegt bei gut 80 Prozent, davon können Andere nur träumen. Doch dieses Ergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Verluste gab. Teilweise an empfindlicher Stelle.
Noch ist die Zahl der Unzufriedenen überschaubar. Zumal die GDL als Konkurrent wohl nur einen kleinen Teil dieser „Wechselwähler“ für sich gewinnen konnte. Doch TRANSNET und GDBA müssen reagieren und viel deutlicher als bisher machen, was sie für die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben erreichen wollen – oder bereits erreicht haben.
Das gilt auch für die GDL. Die Lokführergewerkschaft wird nun unter Beweis stellen müssen, dass sie das Vertrauen, das ihr so mancher Wähler erstmals geschenkt hat, auch wirklich verdient. Jetzt gilt es Verantwortung zu übernehmen und nicht immer nur Nein zu sagen. Ich bin sehr gespannt, was wir da in den nächsten vier Jahren erwarten können.
Bewährt hat sich das Zusammengehen von TRANSNET und GDBA bei der Betriebsratswahl. Beide Gewerkschaften sind in vielen Betrieben mit gemeinsamen Listen angetreten. Die sind von den Wählerinnen und Wählern bestätigt worden. Wenn man das als „Testlauf“ für die Gründung einer neuen, gemeinsamen Verkehrsgewerkschaft werten will, kann das Ergebnis nur lauten: Test bestanden!
Jetzt gilt es die Wahl genau zu analysieren und dann die Ärmel hochkrempeln und an die Arbeit. Die Beschäftigten haben ihre Interessenvertretung gewählt und erwarten nun Taten. Vier Jahre sind Zeit genug, deutlich zu machen, wofür die Gewerkschaften in den Betrieben stehen. Ich werde meine Meinung dazu weiterhin sagen.
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